- - LANG LEBE MARKE.6!

Universitätsgalerie?

Diskussionsforum?

Schaufenster?

Mit der Ausstellung Lang lebe marke.6 wurde der Impuls gegeben, über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Universitätsgalerie nachzudenken. Mit dieser Ausstellung sollte die so oft hoch beschworene Interdisziplinarität tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden. Studierende, Alumni, Initiativ-Mitglieder sowie MitarbeiterInnen der Bauhaus-Universität und der Klassik Stiftung Weimar wurden dazu aufgerufen ihren Bezug und ihre Meinung zur marke.6 auf einem Quadratmeter Platz darzustellen. Ob Rettungsring, Rettungsweste und Paddel, Leiter oder Sprungpferd, der subjektive Bezug zur Galerie wurde auf verschiedene Weise hergestellt und reflektiert.

Nicht nur die Meinung der „marke.menschen“ sollte gehört werden, sondern es wurden auch die Stimmen der Besucher in die Ausstellung mit eingebracht. Im Themenbereich „marke.interview“ konnte der Besucher vier Aufgaben lösen: „Wenn ich an Bauhaus denke, denke ich ...“, „Wenn ich an Museum denke, denke ich an ...“, „Wenn ich Interdisziplinarität höre ...“, „Bilde einen Satz mit marke!“.und sich via Lautsprecher bereits gegebene Antworten anhören.

Die zweite Achse der Ausstellung galt den Zukunftsvisionen der marke.6. Hierbei wurde neben der Nutzung der Räume auch deren Gestaltung vorgestellt. Auftakt des Raum-Abschnitts bot das Manifest der marke.6, durch das sich die Galerie ein Profil verschaffte.

Der damals neu in das Konzept der marke.6 integrierte kiosk.6 wurde anlässlich dieser Ausstellung in Form eines Modells in den Galerieräumen ausgestellt. Das Modell des kiosk.6 soll ein Verweis auf die Geschichte sowie auf geplante Projekte sein und zur stärkeren Wahrnehmung des Kunstraums am Sofienstiftsplatz beitragen.

Beteiligte KünstlerInnen:

Ulrike Bestgen, Frederik Esser, Martin Fink, Maxie Götze, Christiane Linsel, Max Merkel, Andreas Möckel, Max Neupert, Lucian Patermann, Naomi T. Salmon, Schröter und Berger, Maria Seidel, Laura Straßer, Paula Stuckatz, Andrea Theis, Susi Weber, Martin Werner

Lang lebe marke.6 – Das Manifest

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„Vorhang auf: Lüften!“ – Heißt es wie zu Beginn in der ersten Ausstellung jetzt auch bei marke.6 selbst! Bald drei Jahre kontinuierliches Arbeiten und Experimentieren, um marke.6 nun zu einer Institution frei von institutionellem Gehabe zu machen! Wir sind in Weimar ins Leben gerufen worden und werden auch hier bleiben! Denn wir sind davon überzeugt, dass marke.6 eine wichtige Basiseinheit ist und sein sollte – für die Bauhaus-Universität in ihrer Gesamtheit!

Aus sicherem Hafen geht es also auf zu neuen Ufern! marke.6 ist und bleibt eine studentische Initiative! Wir sind kein kommerzieller Umschlagplatz für junge Kunst und auch keine Kunsthochschul-Galerie, da wir nicht aus einer Kunsthochschule hervorgegangen sind! Aber wir können auch anders! Profilvielfalt ist die Profilstärke der Bauhaus-Universität und genau diese Herausforderung soll unsere Passion sein!

Interdisziplinarität ist das Zauberwort unserer universitären Zeit – wir wollen damit Ernst machen und eine vermeintlich leere Worthülse konsequent dem Praxistest unterziehen! Weniger ist dabei mehr! Statt programmatischem Kulturstress können wir uns in Weimar Zeit nehmen! Ansprüche von Prozessualität, erlebter Intensität, Teilhabe und Nachhaltigkeit setzen wir oberflächlichem Kunstkonsum entgegen! Damit erklären wir marke.6 zum neuen alten Diskurs- und Versuchsraum einer ästhetisch-experimentellen und kreativen Forschungspraxis Bauhaus’scher Prägung! Wir wollen theoretische, gestalterische, diskursive Tendenzen an der Bauhaus-Universität und in ihrem Umfeld aufspüren, aufgreifen und verhandeln! Und: Wir gehen nach draußen! marke.6 wächst und wird Kioskbetreiberin!

  • In diesem Sinne: Hereinspaziert – marke.6 bittet zum gemeinsamen Ausstellen!
Wann 15.04.2011 bis 01.05.2011
Wo Neues Museum, Weimarplatz 5, Weimar
Produktionsleitung Maxie Götze, Lucian Patermann
Projektkoordinator Frederik Esser