KIOSK.6

Seit Mai 2011 präsentiert sich die marke.6 auch außerhalb der Räume des Neuen Museums. Inmitten des Weimarer Stadtzentrums, an der unübersichtlichen Straßenkreuzung von Coudray-, Erfurter-, und Heinrich-Heine Straße steht der ehemalige Kiosk des Postzeitungsvertriebs der Deutschen Post der DDR, der kiosk.6.

1968 wurde er erbaut und diente gemeinsam mit weiteren Zeitungsbuden in der Schwanseestraße, am Goetheplatz und am Bahnhof zur Informationsverbreitung.

Viele Jahre blieb der gläserne Verkaufsraum geschlossen, bis er im Jahr 2002 eine Renaissance erlebte. Die Künstlergruppe K&K. Zentrum für Kunst und Mode, gegründet von der Künstlerin Katharina Hohmann und der Designerin Katharina Tietze, erwarben den Kiosk und etablierten ihn als einen neuen Kunstraum in Weimar. 2007 übernahmen Felix Ruffert und Leonie Weber die Kuration verschiedener Ausstellungsreihen unter dem Namen KoCA. Anschließend wurde der Kunst-Kiosk dann als kiosk09 bis ins Jahr 2010 weiter geführt. Bevor die marke.6 den Ausstellungsraum übernahm, nutzte ihn die benachbarte Jenaplanschule als Projektort.

Im Jahr 2011 übernahm die Universitätsgalerie den nur sechs Quadratmeter großen Raum als ständiges Schaufenster studentischer Arbeiten. Dabei stehen Austausch und Begegnung im weitesten Sinne im Fokus.

Im kiosk.6 werden im Gegensatz zu den Ausstellungen in der Galerie Projekte mit weniger langem Vorlauf realisiert. Die zentrale Verantwortung obliegt dabei bei den Ausstellenden selbst, um so das Realisieren kleinerer Projekte zu ermöglichen. Damit dient der Kiosk nicht nur als Satellit der marke.6 sondern auch als Experimentierfläche, Begegnungsort und Vitrine, Schaufenster sowie Bühne für Kunst im öffentlichen Raum. Darin können neben Abschlussarbeiten auch Werke von aktuellen Ausstellungen und andere studentische Projekte präsentiert werden.