ADAM NOACK

 

"Feuerwehrmann" (bauhaus essentials 2013)

Dieses Bild, „Feuerwehrmann“ ist entstanden durch meine Auseinandersetzung mit zwei sich widersprechenden aber trotzdem untrennbaren Arbeitsweisen der Malerei.  Abstrakt und gegenständlich zugleich ist es für die Ausstellung „Bauhaus Essentials“ wie ein Puzzleteil aus einer Bilderserie entnommen, die durch meine leidenschaftliche Beschäftigung entstanden ist und zu der ich den folgenden Text verfasst habe.
In einer Zeit, in der technische Bilderfluten den größten Teil der Aufmerksamkeit für sich beanspruchen und durch unterschwellige Werbestrategien gezielte Informationen einen Weg in die Köpfen finden, hat sich diese Arbeit als Kontrast zu der Entwicklung mit einer ganz eigenen Strategie Bildern zugewandt. Dieser Kontrast macht sich durch folgende Eigenschaft bemerkbar: Die Bilder sind handgemalt. Sie sind durch das Bestreben entstanden Bilder auf den Sud malerischer Eigenschaften zu reduzieren. Dabei sind eine Reihe palettenartiger Bilder entstanden. Die Oberflächen sind reliefartig wodurch die Materialität und Substanz der Farbe haptisch wahrnehmbar wird. Die Farbpaletten sind auf der einen Seite die Arbeitsfläche und Grundlage anderer Bilderwerke, auf der anderen Seite sind sie die Verdichtung oder das Übriggebliebene malerischer Tätigkeit.
 
Die Titel sind im Nachhinein hinzugefügt und geben eine Anregung zur gedanklichen Vertiefung dieser Bilder. Sie bewegen den Betrachter zum Verweilen, Fragen aufzuwerfen und zu denken. Gleichzeitig sind die Bildtitel so gewählt, dass möglichst ungelenkte Gedanken dabei entstehen können. Sie sind als ein Anstoß zu betrachten. Während des Entstehungsprozesses stand das Gedankenlose im Vordergrund. Harmonische Farbwahrnehmungen arrangieren sich automatisch, zufällig, nach dem Prinzip des persöhnlichen Geschmackes und künstlerischen Bewusstsein für Ästhetik.

Wann fängt Willkür an? Was ist Beliebigkeit?

Die Arbeit ist ein experimenteller Versuch den Betrachter zu treffen. Es kann ein Dialog zwischen seinen subjektiven Gedanken und Empfindungen und der Beschaffenheit der Bilder entstehen. Dabei wird der Betrachter selbstständig seine eigene Fantasie und Gefühle in diese sehr offen und breit gefächerten Farbräume projizieren und somit auf diese Art ein eigenes kreatives Potenzial während des Betrachtens entwickelt. Die Bilder mit ihren Titeln sollen diesen Prozess anstoßen, beleben und grundlegend möglich machen. Sie sollen diesen weder lenken, kontrollieren noch vorgeben. Sie sollen Projektionsflächen sein für das, was jeden einzelnen beschäftigt. Die Arbeit ist Mittel um Gedanken, Empfindungen und Themen aus den Tiefen des Unterbewusstseins hervorzuholen und freizusetzten.

 


       Öl und Pigment auf Leinwand, 100 x 95 cm, 2013

 

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