LINDA SCHUMANN

Herkunft Zwickau/Deutschland
Fach-/Kunstrichtung konzeptuelle Objektkunst
Studienrichtung Freie Kunst
Curriculum Vitae
1988 born  in Zwickau, Germany
Curriculum Vitae
2012 exchange semester at the Minneapolis College of Art and Design, Minneapolis, MN/ USA
since 2009 Bauhaus University Weimar/ DE, department of Art and Design / Fine Arts
Group exhibitions
2013 PREVIEW Art Fair Berlin, Berlin/ DE
2013 VISITE/ Kultur Quartier, Defensionskaserne, Erfurt/ DE
2013 „Lange Nacht der Museen“, Gaswerk, Weimar/ DE
2013 „Le French Connection“, Les-Eyzies/ FR
2012 “Panta Rhei“, puplic space at the island Hydra/ GR
2011 “Square and Round-Internationals show“, Minneapolis College of Art and Design/ USA
2011 “Müllprojekt“, Stöberhaus, Erfurt/ DE
2011 “Zone Entropie 2 – What the world remains”, Villa du Parc, Centre d’art contemporain Annemasse/ CH
2011 “Zone Entropie 1 – What the world remains”, Halle 14 at Baumwollspinnerei Leipzic/ DE
2011 “Müllprojektil”, Kulturhof zum Güldenen Krönbacken, gallery at Waidspeicher, Erfurt/ DE
2010 “Mouches Éphémères à Genève”, university gallery at Haute école d‘art et de Design Geneva/ CH
2010 “Mouches Éphémères”, Van de Velde Bau, Bauhaus-Universität Weimar/ DE
Awards
2013 Grafe-Kreativpreis 2013
2013 Competition of the LOTTO Company Thuringia
Free State of Thuringia/DE
2012 TOP 100 Blooom Award

 

"Fairytales of Decay - Der liebliche Ekel oder die ungewollte Nähe" (Streifzüge)

„Fairytales of Decay“ ist die künstlerische Umsetzung der Theoriearbeit „Der liebliche Ekel oder die ungewollte Nähe“, welche sich mit dem Ekel, dem Ekeln und deren Anwendung in der Kunst auseinandersetzt. Das Werk soll dabei helfen, das sanfte Ekeln vom Entsetzlichen zu trennen. Es ist ein Versuch, den lieblichen Ekel als eine besonders sinnliche und emotionale Kunstmethodik nachzuvollziehen und zu erfassen. Der ästhetisierte Ekel beschreibt nicht den Ekel mit Würgereiz, sondern das Liebliche, das den Ekel hintergründig macht und dem Betrachter erlaubt das Schöne zu erkennen, welches er als verabscheuungswürdig glaubte.
Das zentrale Leitmotiv stellen dabei der Tod und das Vergehen dar. Unausweichlich stehen wir ihnen jeden Tag gegenüber, kaum wahrgenommen, in Form einer toten Fliege hinter der Gardine, oder der verwesenden Taube am Straßenrand. So nah sind wir diesen leblosen Körpern und riskieren doch bloß keinen Blick zu viel. Dabei entgeht uns der Zauber des Verfalls, der sich in mannigfaltigen Farben und Formen auf die kleinen Leichen stürzt. Es ist ein Schauspiel ohne Besucher und Publikum.
So führen auch die Vögel, Frösche, Insekten und andere Tiere narrativen Szenen unter schützenden Glasglocken auf und scheinen miteinander zu interagieren und zu kommunizieren. Jedes einzelne Arrangement erzählt über einen Moment im Leben der Tiere, real oder surreal, während sie ohne präparative Vorkehrungen ihrem unausweichlichen Verfall entgegensehen.
Es ist ein Märchen von romantischem Vergehen, finalem Aufleben und dem Unabwendbaren - der letzte Lebensfunke nach dem Tod.


Fairytales of Decay, Objekte: Vögel, Insekten, Frösch, Spinnen (getrocknet), Glashauben, Buchenholz

"natur morte I" (bauhaus essentials 2013)

Es sind die unscheinbaren Dinge in der Welt die uns faszinieren, die Ungesehenen, die Übersehenen, ja die Unbehaglichen. Auch wenn uns bei ihrem Anblick vielleicht der Eckel oder das Grauen überkommt, haftet ihnen doch eine Poesie an, der wir uns nicht entziehen können. Sie gehören zu unserem Leben wie das Atmen, wir wollen sie nur nicht sehen, können uns ihnen aber dennoch nicht entziehen, (denn sie sind allgegenwärtig.) „natur morte I“ ist der erste Teil aus einer Reihe von experimentellen und narrativen Objekten, die sich nicht zurücknehmen vor unkonventionellen Materialien und zur Gewohnheit gewordenen Abneigungen.

Entstehungsjahr: 2013, 31x31x14cm, Material: mumifizierte Vögel, getrocknete Frösche, Fliegen, Marienkäfer, Wespen, Eschenholz, Plexiglas

Kontakt

E-Mail: linda.c.schumann [at] gmail.com
Webseite: lindaschumann.de