MORITZ WEHRMANN

Herkunft Weimar/Deutschland
Fach-/Kunstrichtung Konzeptkunst
Studienrichtung Alumni Medienkunst (MFA)
Curriculum Vitae
2012 Ausstellung Kunstfest Weimar, Via Crucis, Les fleurs du mal
2012 Ausstellung Melancholie
2011 Ausstellung Praque Quadrennial of Performance Design and Space Veltrzni Palace, Prague, mm³ Spacelaboratory
2011 Ausstellung TLM Erfurt Haus Dacherröden, Betrachtung eines Hundes
2011 Bauhausstiftung Dessau, mm³ Spacelaboratory
2010 Neues Museum Weimar, Bauhaus Essentials, review
2010 Schnittraum/HBK Braunschweig: Handlung und Tat, Ich–Du&Ich
2010 Nietzsche Gedächtnishalle Weimar, Vergiss Weimar!, Zoo-Buchenwald, Sepia-Konversion
2009 Goethe Institut Rom, Electric Friends, Kugeln und Kubus
2009 Galerie Eigenheim Weimar, Bauhäusler Superstars, Portrait by Chance

Moritz Wehrmann (1980) studierte bis 2012 Medienkunst an der Bauhaus-Universität Weimar und 2008 am Collége of Fine Arts in Sydney. Seit 2010 ist er an einem interdisziplinären Forschungsprojekt am Collège de France in Paris beteiligt. Wichtig sind ihm eine kritische Auseinandersetzung mit Aspekten der Subjektivität und Wahrnehmung sowie historische und medientheoretische Fragestellungen. Sein Werk umfasst konzeptionelle Arbeiten, Fotografie, Video sowie Installationen. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und nahm unter anderem an Ausstellungen des Goethe Institut Rom, der Bauhaus-Stiftung Dessau, der Prague Quadrennial, im Marburger Kunstverein und in der Metro St Germain-des-Prés in Paris teil.

"Alter Ego" (Bauhaus Essentials 2013)

Alter Ego ist eine experimentelle Apparatur der Selbstbildprüfung. Ein gläserner Spiegel steht aufrecht im Raum. Jeweils zwei BesucherInnen können sich darin gegenübertreten. Im rhythmischen Licht des Spiegels wird einmal der/die eine, dann wieder der/die andere sichtbar bzw. unsichtbar. Durch den stetigen Umbruch vom eigenen Spiegelbild zum Bild des Gegenübers, tritt ein Selbst-Entfremdungseffekt ein. Gleichzeitig lässt sich eine besondere Form der Empathie feststellen, denn das Gegenüber trägt die eigenen Züge. Unwillkürlich versucht man in einem Tanz aus Grimassen und Bewegungen die Verbundenheit zum Anderen zu finden, zu lösen und zu erforschen. Neben der künstlerischen Anwendung, die das direkte und subjektive Erleben in den Vordergrund stellt, ist die Apparatur seit einiger Zeit ein Werkzeug für Experimente zu den Mechanismen der Selbst-/Fremdwahrnehmung im Labor für Neurophysiologie am Collège de France in Paris.



Jahr: 2012, Größe: variabel, Material: Glas, LED-Lichter, Aluminium, Mikrocontroller

"Les fleurs du mal" (Bauhausessentials 2012)

Die Bilder der Fotoserie Les fleurs du mal entstanden auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise. Es ist nicht bloss das Festhalten eines bestimmten Motivs durch den Apparat und nicht allein die Schaffung von Abbildungen von Nachbildungen, Zeichen von Zeichen, die mich zur fotografischen Aufnahme bewegte. Kunstblumen und Fotografien haben strukturelle Gemeinsamkeiten, in ihrer Stofflichkeit und ihrer Zeitlichkeit.



Lambda C-Prints, 90x60cm, Jahr 2012

 

Kontakt

E-Mail: post [at] moritzwehrmann.com   
Webseite: www.moritzwehrmann.com